Die Anforderungen an die Technik im Rahmen der Planung neuer Arbeitswelten steigen. Sie werden komplexer und erfordern maximale Flexibilität für die Einbindung unterschiedlicher Systeme, Räume und Teilnehmer – und somit steigen auch die Investitionskosten für das erforderliche technische Upgrade. Die Realisierung von Investitionsprojekten ist bei vielen Unternehmen eine besondere Herausforderung. Zum einen sind sie mit hohen internen buchhalterischen Aufwänden verbunden, zum anderen reduzieren Investitionsgüter die unternehmerische Agilität und lähmen oft unmerklich den eigenen Innovationsprozess. Eine gute Alternative kann hier ein AV as a Service-Modell darstellen. In vielen Bereichen sind „as a Service-Modelle“ bereits anerkannte Alternativen zum Kauf. Sei es das klassische Fahrzeug-Leasing, bei der industriellen Infrastruktur, in der Medizintechnik oder im Bereich IT. AV as a Service funktioniert auf ganz ähnliche Weise – und kann je nach Ausgangslage und Zielsetzung verschiedene Vorteile mit sich bringen.

Leistungsumfang flexibler AV as a Service-Modellen

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AVaaS-Modelle tauschen Anfangsinvestitionen gegen eine monatliche, pauschale Gebühr und verringern somit die sonstigen Buchungsaufwände bei Investitionsprojekten. Sie geben Unternehmen Luft in ihrem Kapital und ihren Kreditlinien für das eigentliche Kerngeschäft und sorgen somit für mehr Flexibilität. Darüber hinaus sind die Laufzeiten von AVaaS-Modellen flexibel gestaltbar und können somit auf den ROI und Geschäftszyklen angepasst werden. Der vorhersehbare Cashflow durch die monatlichen Pauschalen schafft Transparenz und bessere Planbarkeit. Neben der reinen buchhalterischen Betrachtung bringen AVaaS-Modelle aber eine Reihe weiterer Vorteile mit sich. Denn im Gegensatz zu Finanzierungsmodellen oder Kapitalerwerbsmodellen werden Wartungsleistungen, Support und erweiterte Managed Service-Leistungen im AVaaS-Modell direkt gebündelt. Dies vereinfacht die Beschaffung, den Support, die Verwaltung und auch den Tausch beziehungsweise die Entsorgung der Hardware. Darüber hinaus werden in aller Regel Technologie-Aktualisierungen für den Anschluss an die Laufzeit direkt mit vereinbart, oder sogar Möglichkeiten für flexible Anpassungen während der Laufzeit. So wird sichergestellt, dass Unternehmen nicht nur in der Anfangszeit ihren Innovationsgrad steigern, sondern dieser dauerhaft hochgehalten wird. Je nachdem wie die Ausgestaltung des AVaaS-Modells ist, managed ein Ansprechpartner auf Seiten des Leasinggebers die finanziellen Komponenten des Vertrages und ein Ansprechpartner auf Seiten des Service-Providers standort- und länderübergreifend die operative Integration und den Betrieb. Dies reduziert die sonst erforderlichen internen Ressourcen und ermöglicht eine nachhaltige Qualitätssicherung über einen einheitlichen Prozess. Flexible Managed Services können Ressourcen vor Ort und Remote-Support umfassen, damit die Technik zuverlässig und für die Endnutzer verfügbar bleibt. So können sich diese auf ihre Kernleistung konzentrieren, anstatt Zeit damit zu verbringen, die Technologie zum Laufen zu bringen.
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Folgende Komponenten sind bei AVaaS-Modellen in der Regel integriert:

  • Hard- und Software für ein betriebsbereites System
  • Installation und Implementierung, inklusive Projektmanagement, Engineering und Programmierung
  • Wartung und Service-Support (über die Hardware- und Software-Lieferanten, gesteuert durch den Serviceprovider)
  • Software- und Firmware-Updates
  • Anlagenüberwachung, inklusive regelmäßiger Reportings über ein AV-Management-System
  • Lebenszyklusmanagement, inklusive Entsorgung und Datenbereinigung
Der Wert einer Kollaboration- und Kommunikationstechnologie liegt in ihrem Nutzen, nicht in ihrem Besitz. So sollten mit dem verantwortlichen Service-Provider im Rahmen von AVaaS-Modellen Erfolgsgarantien vereinbart werden. Durch klar definierte KPIs kann der Kunde ihn daran messen, ob die vorher festgelegten Ziele und die Nutzerzufriedenheit erreicht wurden.

Leistungsumfang flexibler AV as a Service-Modellen

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  • Möglichkeit, qualitativ hochwertigere Lösungen zu realisieren, die über eine Einmalinvestition nicht darstellbar sind
  • Frühzeitige Aufrüstung neuester Technologien flexibel darstellbar
  • Effizienterer Service durch bessere Skalierbarkeit und Standardisierung
  • Vorhersehbarer Cashflow durch monatlich fixe Leasinggebühr
  • Keine unerwarteten Kosten – Überwachung, Wartung und Reparaturen bereits enthalten
  • Reduzierung der internen Aufwände und Kosten
Fakt ist: Bei den heutigen Anforderungen und der notwendigen permanenten Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der digitalen Kommunikation, kann es sich ein Unternehmen nicht mehr leisten, auf eine professionelle Betriebssicherung zu verzichten. Aufgrund der Schnelllebigkeit und steigenden Komplexität kommt man um ein regelmäßiges Technologieupgrade in Zukunft nicht mehr herum. Die bisher oftmals praktizierte Nutzung der Technik weit über ihren Lebenszyklus hinweg wird in Zukunft nicht mehr möglich sein – zumindest nicht, wenn die Produktivität der Mitarbeiter und ihre Nutzerzufriedenheit aufrechterhalten werden soll.
Autor: Ferenc Ellermann, Business Development Manager macom GmbH

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